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Sägewerk Ziegler

Informationstafel / Bahnhofstraße1668 errichtete Hans Rudolph eine Schneid- und Sägemühle an der Schwarzbach. Er hatte 2 Jahre zuvor Anna Barbara, Tochter des hiesigen Müllers Adam Schuhmann geheir atet. Rudolph starb am 24. März 1688 in Eschelbronn. Danach übernahm sein Schwiegersohn
Hans Wolf die Mühle. Hans Wolf erstritt sich das Recht ein Wohnhaus direkt bei der Mühle zu errichten. Die Gemeinde hatte sich bisher immer dagegen gewehrt. Dessen Sohn Johann Friedrich Wolf war auch Bürgermeister und wollte das Anwesen als Mahl- und Ölmühle mit Hanfreibe nutzen. Müller Schuhmann verhinderte dies und deshalb durfte er nur eine Ölmühle und Hanfreibe errichten. Er hatte aber damit keinen Erfolg. Es kam zu Streitigkeiten und Wolf übernahm eine Mühle in Heidelberg. Um 1750 waren die Ölmühle und Hanfreibe wieder zerfallen und Conrad Schumann aus Zuzenhausen wurde neuer Eigentümer. 5 Jahre später wollte Johann Phlilipp Schüler aus Zell bei Michelstadt an gleicher Stelle eine Papiermühle bauen, diese Pläne scheiterten ebenfalls. Im Kirchenbuch wurde 1788 Johann Kilian Martin als Schneidmüller erwähnt und im Ortsplan von 1794 ist die Sägmühle als sein Besitz eingezeichnet. 1804 heiratete seine Tochter Catharina Barbara - Johann Christoph Filsinger. Dieser verkaufte die Mühle noch im gleichen Jahr an Georg Michael Schuhmann. Im 19. Jahrhundert erwarb die Familie Ziegler aus Neidenstein die Sägmühle. Die Zieglersche Mühle und die Schuhmannsmühle gibt es heute nicht mehr. 1985 kaufte die Gemeinde Eschelbronn das Mühlengebäude und ließ es abreißen. Es wurde ein neues Wehr gebaut und ein 12 m großer Durchlass geschaffen, um die Hochwassergefahr zu verringern. Das Areal wird heute von einer Firma genutzt.

© Marius Golgath