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Ältestes Haus (Oberstraße 12)

Ãltestes Haus (1630 erbaut)Es wurde während des Dreißigjährigen Krieges 1630 erbaut und befindet sich in der Oberstraße 12. Während dieses schrecklichen Krieges verwüsteten bayerische Truppen das ganze Dorf. Auch das Wasserschloss wurde stark beschädigt. Als 1648 endlich Ruhe einkehrte, lebten nur noch 8 Familien in Eschelbronn. Es wird vermutet, dass die damalige Einwohnerzahl ca. 40 Menschen betrug. 1813 spielte sich folgende Begebenheit in diesem Hause ab: Durchziehende russische Soldaten wurden bei Bauern untergebracht. Die Einwohner mussten sie versorgen. Man konnte laut der alten Ortschronik am Besten mit ihnen auskommen, wenn man genügend Schnaps hatte. Bei den Geigers war der Schnaps ausgegangen und die Soldaten versuchten im Nachbarhaus Oberstraße 12 (siehe Bild), bei Familie Hauck ihr Glück. Der Urgroßvater von Emil Hauck verweigerte die Schnapsabgabe. Er begründete dies damit, dass sie nur in ihren Quartierhäusern Anspruch darauf hätten. Einer der Soldaten wurde sehr wütend und warf einen Kinderwagen samt Baby um. Danach schlug er mit seinem Säbel auf den Tisch. Der Hausherr ließ sich dies nicht gefallen, packte den Soldaten und warf ihn aus der Stube die hohe Steintreppe hinunter. Er wurde festgenommen und zur Kommandantur ins Pfarrhaus gebracht. Der Vorfall verbreitete sich schnell und es bildete sich vor dem Pfarrhaus eine riesige Menschenmenge. Diese Gelegenheit nützte der Gefangene aus, befreite sich und floh über den Kinderschulberg. Er versteckte sich hinter einem Holunderbusch in seinem Garten. Drei Tage wurde er dort versorgt bis er zu seinem eigenen Schutz im Darsbergwald untertauchte.
Als die Russen wenige Tage später weiter zogen, konnte er beruhigt nach Hause zurückkehren. Die nächste Abordnung wusste nichts von dem Vorfall und Hauck konnte seiner Arbeit nachgehen.

Ein weiteres Fachwerkhaus steht in der Bahnhofstraße 11. Es handelt sich um ein typisches Leinenweberhaus, in dem bis zu 3 Webstühle im Erdgeschoss standen. Später war darin das Kolonialwarengeschäft von Friedrich Wagenblaß untergebracht. In der Kandelstraße 14 befindet sich auch ein schönes, renoviertes Fachwerkhaus.

© Marius Golgath