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Kriegerdenkmal

Das Kriegerdenkmal  wurde vor über 120 Jahren zu Ehren der Teilnehmer des Deutsch-Französischen Krieges errichtet. An diesem Krieg nahmen 44 Eschelbronner Bürger teil. Ihre Namen stehen auf dem Denkmal. Bei einigen Soldaten ist auch der Dienstgrad angegeben. Der Grenadier Heinrich Böhm wurde am 18. Dezember 1870 bei Nuits verwundet und einen Tag später fiel der erst 25-jährige Küfer Adam Heilmann bei Dijon. Sein Name ist auf dem Denkmal besonders hervorgehoben. Das Kriegerdenkmal wurde 1886 auf dem Marktplatz in Eschelbronn aufgestellt. Der Obelisk wurde durch Spenden der Einwohnerschaft und des Militärvereins finanziert. Die Einweihungsfeier fand am 29. August 1886 statt. Am Vorabend wurde die Veranstaltung mit Kanonenschüssen eingeleitet und es folgte ein Fackelzug mit Musikbegleitung durch die Ortsstraßen. Der darauf folgende Festtag wurde ebenfalls mit Kanonenschüssen begonnen. Nachmittags erfolgte ein Umzug an dem 24 auswärtige Militärvereine teilnahmen. Die Enthüllung wurde unter großem Jubel der Zuschauer durchgeführt. Der restliche Tag wurde gebührend gefeiert. Lange Zeit beschwerte sich niemand wegen des Standortes des Kriegerdendenkmals auf dem Marktplatz. Am 30. Juli 1938 wurde die Gemeinde Eschelbronn durch ein Schreiben des Bezirksamtes Sinsheim aufgefordert, einen geeigneteren Standort für das Denkmal zu finden. Das Amt war der Auffassung, dass das Denkmal eine Gefährdung für den Verkehr darstelle und ein Hindernis sei. Bürgermeister Braun antwortete, dass eine Versetzung aus Sicht der Gemeinde nicht notwendig wäre und behauptete seine Position. Erst 1949 brachte man die Sache wieder ins Rollen. Nach Beschluss des Gemeinderates wurde das Denkmal 1950 in den Gemeindegarten Bahnhofstraße 3 versetzt. Als das Feuerwehrgerätehaus 1963 erbaut wurde, musste der Obelisk wieder weichen. Heute hat das Kriegerdenkmal von 1870/1871 einen festen Platz auf dem Friedhof gefunden. Es befindet sich gegenüber des Mahnmals für die Opfer der Weltkriege und des der Opfer der Vertreibung 1945/46.Das Denkmal wurde 2006 - 2009 durch den Heimat- und Verkehrsverein Eschelbronn renoviert und die Inschriften nachgezogen.

© Marius Golgath