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Dreimärker

Dreimärker Vielleicht sind Ihnen bei einem Spaziergang  diese Zeugen einer längst vergangenen Zeit aufgefallen. Früher nutzte man die Steine zur genauen Kennzeichnung der Gemarkungsgrenzen. Die meisten Grenzsteine wurden zwischen 1750 - 1834 gesetzt. Nach der abgeschlossenen Neuvermessung von Baden 1851 wurden sie nicht mehr benötigt. Auf einigen Steinen kann man die Beschriftung NVZ = Novalzehnt erkennen. Der Novalzehnt musste für neu umgebrochenes gerodetes Land erbracht werden. Die Landwirte machten das Feld urbar und wurden für ihre harte Arbeit noch bestraft. Wenn das Land brach lag und der Wald sich die Äcker wieder zurückholte, wurde das Gebiet dem Ortsherren zugesprochen. Der Ortsherr besaß das Lehen über den Wald. Die letzte Grenzsteinsetzung fand am 03. Oktober 2003 an der Gemarkungsgrenze von Eschelbronn, Daisbach und Zuzenhausen (Gewann Zollstock/Wolfsklinge) statt. Anläßlich des 1225 jährigen Jubiläumsjahres der Gemeinde Zuzenhausen. Die jeweiligen Heimatvereine der drei Ortschaften wirkten dabei mit. Der zuständige Feldrichter Reinhard Stichling aus Daisbach führte zusammen mit den Feldgeschworenen die Steinsetzung wie vor 200 Jahren durch. Es wurde auch eine Zeitkapsel mit einer Teilnehmerliste, einer aktuellen Ausgabe der RNZ,  DM- und Euro-Münzen und weiteren historischen Unterlagen eingegraben. Der Eschelbronner Steinmetzmeister Schilling fertigte diesen Stein. Der Dreimärker ist heute ein beliebter Erholungspunkt.

Grenzsteine werden nur wenig beachtet und geraten beinahe in Vergessenheit. Viele sind inzwischen durch die Witterung beschädigt. Darum ist es wichtig diesen Teil unserer Heimatgeschichte zu bewahren. Den Wanderweg zum Deimärker finden Sie im Touristikportal “Wander-Walter”.

© Marius Golgath