Kinder im Unterricht bei der Grundschule Anmeldung in Deutschland
Der Start in die Grundschule beginnt für Familien mit Anmeldung, Unterlagen und einem klaren Blick auf den Schulalltag. Foto: Pexels / Lizenz Pexels

Die Anmeldung zur Grundschule in Deutschland richtet sich nach dem Wohnort, dem Alter des Kindes und den Regeln des jeweiligen Bundeslandes. In Baden-Württemberg gilt für die Einschulung der 30. Juni als wichtiger Stichtag, und die zuständige Grundschule lädt Eltern in der Regel zur Schulanmeldung ein. Für Familien in Eschelbronn, Heidelberg und im Rhein-Neckar-Gebiet bedeutet das: Entscheidend sind der Hauptwohnsitz, die Schulpflicht, die Einschulungsuntersuchung und die rechtzeitige Vorlage der Unterlagen. Wer neu zugezogen ist, sollte auch die Meldung in Eschelbronn Schritt für Schritt erledigen, weil die Wohnadresse für den Schulbezirk wichtig sein kann. Die Rekrutierung zur Grundschule ist kein Auswahlverfahren wie bei einer privaten Bewerbung. Es geht um die Aufnahme eines schulpflichtigen Kindes in die zuständige Schule. Eltern müssen Termine beachten, Dokumente mitbringen und bei besonderem Förderbedarf früh mit Kita, Schule und Gesundheitsamt sprechen.

Inhaltsverzeichnis

Schulpflicht und Stichtag in Baden-Württemberg

In Deutschland beginnt die Schulpflicht grundsätzlich im Umfeld des sechsten Geburtstags. Die konkrete Regel ist aber Sache der Bundesländer. Deshalb unterscheiden sich Stichtage, Fristen und einzelne Abläufe zwischen Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz oder Berlin.

In Baden-Württemberg ist der Stichtag für die Einschulung der 30. Juni des Kalenderjahres, in dem ein Kind sechs Jahre alt wird. Kinder, die bis zu diesem Datum sechs Jahre alt werden, werden zum kommenden Schuljahr schulpflichtig. Diese Regel ist für Familien rund um Heidelberg und Eschelbronn besonders wichtig, weil sie den Startpunkt der gesamten Anmeldung bestimmt.

Eltern sollten nicht nur auf das Geburtsdatum schauen. Auch der Wohnsitz zählt. In der Praxis lädt die zuständige Grundschule die Eltern häufig schriftlich ein. Zusätzlich können Termine über die Schule, über die Gemeinde, über das Amtsblatt oder über örtliche Mitteilungen bekanntgegeben werden. Wer regelmäßig offizielle Mitteilungen in Eschelbronn findet, verpasst solche Hinweise seltener.

Die Grundschule ist Teil des Primarbereichs. In den meisten Bundesländern umfasst sie die Klassen 1 bis 4. Berlin und Brandenburg haben eine längere Grundschulphase bis Klasse 6. Für Eltern ist dieser Unterschied wichtig, wenn sie aus einem anderen Bundesland nach Baden-Württemberg ziehen.

Die Schulpflicht ist keine freie Empfehlung. Eltern müssen dafür sorgen, dass ihr Kind angemeldet wird und nach der Einschulung regelmäßig am Unterricht teilnimmt. Bei Unsicherheiten ist die Schule die erste Anlaufstelle. Danach folgen Schulamt, Gemeinde oder Gesundheitsamt, wenn es um besondere Fragen geht.

 Infografik zur Grundschule Anmeldung in Deutschland mit Ablauf für Eltern
Der Weg zur Grundschule führt über Wohnort, Unterlagen, Untersuchung und eine rechtzeitige Vorbereitung.

Warum der Stichtag nicht alles entscheidet

Der Stichtag klärt, ob ein Kind regulär schulpflichtig wird. Er sagt aber nicht allein, ob der Schulstart pädagogisch leicht wird. Dafür zählen Sprache, Konzentration, körperliche Entwicklung, Selbstständigkeit und soziales Verhalten. Diese Punkte werden nicht als Prüfung verstanden. Sie helfen der Schule, den Start besser vorzubereiten.

Viele Eltern fragen nach dem Begriff Schulfähigkeit. Gemeint ist keine perfekte Leistung. Ein Kind muss nicht lesen, schreiben oder rechnen können, bevor es in die erste Klasse kommt. Wichtig sind alltagsnahe Fähigkeiten. Dazu gehören Zuhören, kurze Aufgaben beenden, Hilfe annehmen, mit anderen Kindern umgehen und einfache Regeln verstehen.

Zuständige Grundschule in Eschelbronn und im Rhein-Neckar-Gebiet

Die Aufnahme in eine öffentliche Grundschule folgt in der Regel dem Wohnortprinzip. Maßgeblich ist die Adresse, an der das Kind seinen Hauptwohnsitz hat. Daraus ergibt sich der Schulbezirk oder die zuständige Grundschule. Das verhindert lange Wege und sorgt dafür, dass Kinder häufig mit anderen Kindern aus der Nachbarschaft eingeschult werden.

Eltern melden ihr Kind normalerweise an der Grundschule an, die für den Wohnbezirk zuständig ist. Wer eine andere Schule wünscht, sollte sich früh erkundigen, welche Regeln vor Ort gelten. Ein Wechsel ist nicht automatisch möglich. Die Entscheidung hängt von den landesrechtlichen Vorgaben, der Begründung und den Kapazitäten ab.

Für Familien im Rhein-Neckar-Gebiet spielen Umzüge eine große Rolle. Wer aus Heidelberg, Sinsheim, Waibstadt, Neckargemünd oder einer anderen Kommune nach Eschelbronn zieht, sollte die Adresse rechtzeitig aktualisieren. Eine Adressänderung bei Umzug rund um Heidelberg kann deshalb indirekt auch für die Schulanmeldung relevant sein.

Die Schule nutzt die Angaben der Eltern zur Person des Kindes, zu den Sorgeberechtigten und zur Erreichbarkeit. Außerdem können Informationen aus der Kita wichtig werden, wenn Eltern eine Zusammenarbeit erlauben. Die Grundschule darf nicht beliebig Daten sammeln. Sie fragt das ab, was für Aufnahme, Organisation, Unterricht und Sicherheit nötig ist.

Was bei getrennt lebenden Eltern wichtig wird

Bei gemeinsamem Sorgerecht sollten beide Sorgeberechtigten über die Anmeldung informiert sein. Die Schule kann Nachweise verlangen, wenn die Vertretungslage unklar ist. Das betrifft besonders Fälle mit getrennten Haushalten, unterschiedlichen Adressen oder laufenden familienrechtlichen Fragen. Eltern sollten solche Punkte nicht erst am Anmeldetag klären.

Wenn ein Kind kürzlich nach Deutschland gezogen ist, zählt ebenfalls der Wohnort. Sprachkenntnisse dürfen nicht dazu führen, dass ein schulpflichtiges Kind ohne Schulplatz bleibt. Die Schule und die zuständigen Stellen prüfen dann, welche Förderung passt. In Baden-Württemberg können dafür Sprachförderung, Vorbereitungsklassen oder zusätzliche Unterstützung in Betracht kommen.

Schulanmeldung, Unterlagen und Ablauf

Die Schulanmeldung findet meist mehrere Monate vor dem ersten Schultag statt. Der genaue Zeitraum wird vor Ort festgelegt. Eltern erhalten häufig eine Einladung von der zuständigen Schule. Wenn keine Einladung kommt, sollten sie selbst nachfragen. Das gilt besonders nach einem Umzug, bei nicht aktueller Meldeadresse oder bei Kindern, die keine Kita besuchen.

Zur Anmeldung sollten Eltern die Einladung der Schule, die Geburtsurkunde oder ein Ausweisdokument des Kindes und vorhandene Nachweise zur Sorgeberechtigung bereithalten. Je nach Schule können weitere Unterlagen nötig sein. Dazu gehören Nachweise zur Einschulungsuntersuchung, Impfunterlagen, Kontaktdaten für Notfälle oder Formulare der Schule.

Der Termin ist meist kurz und organisatorisch. Die Schule nimmt Daten auf, prüft Unterlagen und beantwortet erste Fragen. Manchmal lernt eine Lehrkraft oder die Schulleitung das Kind kurz kennen. Daraus wird keine Aufnahmeprüfung. Es geht um einen ersten Eindruck und um Hinweise, ob Unterstützung gebraucht wird.

Schritt Was Eltern tun Worauf es ankommt
Einladung prüfen Brief, Schulnachricht oder örtliche Bekanntmachung lesen Termin, Uhrzeit und zuständige Grundschule notieren
Unterlagen sammeln Geburtsnachweis, Ausweis, Sorgeerklärung und Formulare bereitlegen Fehlende Dokumente früh bei Schule oder Gemeinde klären
Kind anmelden Zum Termin in die zuständige Grundschule gehen Kontaktdaten, Notfallnummern und Betreuungsbedarf korrekt angeben
Gesundheit klären Einschulungsuntersuchung wahrnehmen Förderhinweise ernst nehmen und bei Bedarf Fachstellen einbeziehen
Schulstart vorbereiten Materiallisten, Betreuung, Schulweg und Tagesrhythmus planen Kind schrittweise an den neuen Alltag gewöhnen

Checkliste für die Schulanmeldung in der Grundschule

Diese Liste hilft Eltern, die wichtigsten Punkte vor dem Termin in der zuständigen Grundschule zu prüfen.

Welche Angaben die Schule meistens benötigt

  • Name, Geburtsdatum und Anschrift des Kindes
  • Namen und Kontaktdaten der Sorgeberechtigten
  • Angaben zur bisherigen Kita oder Betreuung
  • Hinweise zu gesundheitlichen Einschränkungen, soweit sie für den Schulalltag wichtig sind
  • Informationen zu Betreuung, Ganztag, Notfallkontakt und Abholberechtigung

Eltern sollten Formulare sorgfältig ausfüllen. Eine falsche Telefonnummer ist im Alltag ein echtes Problem. Die Schule muss Eltern erreichen können, wenn ein Kind krank wird, sich verletzt oder nicht abgeholt wird. Bei chronischen Erkrankungen, Allergien oder Medikamenten ist eine offene und sachliche Abstimmung wichtig.

Auch der Schulweg sollte vor dem ersten Schultag Thema sein. Kinder brauchen Wiederholung. Wer in einer Gemeinde lebt und später mit Bus oder Bahn Richtung Heidelberg unterwegs ist, kennt die Bedeutung verlässlicher Wege. Für ältere Geschwister kann auch der Beitrag über Pendeln zwischen Eschelbronn und Heidelberg nützlich sein, wenn Familien ihren Alltag neu ordnen.

Einschulungsuntersuchung und Förderbedarf

In Baden-Württemberg müssen alle Kinder vor der Einschulung an der Einschulungsuntersuchung teilnehmen. Sie wird vom Gesundheitsamt organisiert. Ziel ist es, gesundheitliche Einschränkungen und mögliche Entwicklungsverzögerungen früh zu erkennen. Dadurch bleibt vor dem Schulstart Zeit für Förderung oder Behandlung.

Die Einschulungsuntersuchung ist keine Schulprüfung, sondern eine gesundheitliche Vorsorge vor dem Start in Klasse 1. Sie betrachtet unter anderem Entwicklung, Sprache, Sehen, Hören, Motorik und allgemeine Voraussetzungen für den Schulalltag. Die genauen Abläufe können je nach Gesundheitsamt organisatorisch unterschiedlich sein.

Nach Angaben des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg findet die Untersuchung gewöhnlich 23 bis 12 Monate vor der termingerechten Einschulung statt. Damit beginnt die Vorbereitung früher, als viele Eltern denken. Wer erst auf den Schulranzenkauf wartet, übersieht möglicherweise wichtige Fristen.

Wenn die Untersuchung Hinweise auf Förderbedarf ergibt, bedeutet das nicht automatisch eine spätere Einschulung. Oft reichen gezielte Schritte. Dazu gehören Sprachförderung, Logopädie, Ergotherapie, ärztliche Abklärung, Beratung der Kita oder zusätzliche Beobachtung im Jahr vor der Schule.

Sprachentwicklung und Deutschkenntnisse

Für Kinder mit Deutsch als weiterer Sprache ist der Schulstart gut möglich, wenn die Förderung früh beginnt. Entscheidend ist nicht ein perfekter Wortschatz. Wichtig ist, dass das Kind Anweisungen zunehmend versteht, Fragen stellen kann und im Alltag sprachlich Sicherheit gewinnt. Eltern können das ohne Druck unterstützen. Dazu passt auch der praktische Beitrag Deutsch zu Hause ohne Druck lernen.

Die Schule kann mit der Kita zusammenarbeiten, wenn Eltern zustimmen und der Austausch erforderlich ist. Das hilft besonders, wenn ein Kind schon länger Förderangebote nutzt. Die Informationen sollten konkret bleiben. Nicht jedes kleine Entwicklungsdetail gehört in die Schulakte. Wichtig sind Hinweise, die den Start in der Klasse erleichtern.

Was Eltern vor dem Untersuchungstermin vorbereiten können

  1. Einladung und Termin des Gesundheitsamts sorgfältig aufbewahren.
  2. Gelbes Untersuchungsheft und Impfdokumente bereitlegen.
  3. Brille, Hörgerät oder medizinische Hilfsmittel mitbringen, wenn das Kind sie nutzt.
  4. Berichte von Ärztinnen, Ärzten oder Therapeutinnen nur mitnehmen, wenn sie relevant sind.
  5. Fragen zu Sprache, Motorik, Verhalten oder Belastbarkeit vorher notieren.

Vorzeitige Einschulung und Zurückstellung

Nicht jedes Kind passt exakt in das Raster des Stichtags. Baden-Württemberg kennt deshalb Möglichkeiten für Kinder, die nach dem Stichtag geboren sind. Eltern können unter bestimmten Voraussetzungen die Schulpflicht durch Anmeldung an der zuständigen Grundschule auslösen. Das betrifft Kinder, die nach dem Stichtag geboren sind und bis zum 30. Juni des folgenden Kalenderjahres sechs Jahre alt werden.

Eine vorzeitige Einschulung sollte immer am Entwicklungsstand des Kindes ausgerichtet werden, nicht am Wunsch nach einem besonders frühen Schulstart. Eltern sollten Kita, Schule und medizinische Fachstellen einbeziehen, wenn sie unsicher sind. Ein Kind kann neugierig und sprachlich stark sein, aber im Gruppenalltag noch schnell erschöpfen. Auch das zählt.

Eine Zurückstellung kommt in Betracht, wenn ein schulpflichtiges Kind voraussichtlich noch nicht erfolgreich am Unterricht teilnehmen kann. Die Entscheidung wird nicht allein aus einem Bauchgefühl getroffen. Es zählen Einschätzungen der Schule, der Eltern, der Kita und bei Bedarf des Gesundheitsamts. Die Details hängen vom Landesrecht und vom Einzelfall ab.

Eltern sollten Anträge nicht kurz vor den Sommerferien stellen. Wer über vorzeitige Einschulung oder Zurückstellung nachdenkt, braucht Zeit. Die Schule muss Gespräche führen, Unterlagen prüfen und gegebenenfalls weitere Stellen einbeziehen. Je früher die Frage sachlich besprochen wird, desto besser lassen sich Übergänge planen.

Entscheidungsweg für Eltern vor der Einschulung

Manche Fragen tauchen erst kurz vor der Schulanmeldung auf. Dieser Entscheidungsweg zeigt, welcher nächste Schritt sinnvoll ist.

Keine Einladung erhalten

Dann sollten Eltern direkt bei der zuständigen Grundschule oder bei der Gemeinde nachfragen. Nach einem Umzug kann eine fehlende oder veraltete Adresse der Grund sein.

Wohnort ist neu

Dann zählt zuerst die aktuelle Meldeadresse. Daraus ergibt sich meist, welche Grundschule zuständig ist.

Unterlagen fehlen

Dann sollte die Schule vor dem Termin gefragt werden, welche Nachweise nachgereicht werden können und welche Dokumente unbedingt mitzubringen sind.

Förderbedarf steht im Raum

Dann ist ein frühes Gespräch mit Kita, Schule und Gesundheitsamt sinnvoll. So bleibt vor dem Schulstart Zeit für passende Unterstützung.

Schulstart wirkt unsicher

Dann sollten Eltern nicht abwarten. Vorzeitige Einschulung oder Zurückstellung müssen rechtzeitig mit der Schule besprochen werden.

Typische Gründe für zusätzliche Beratung

  • Das Kind ist nach dem Stichtag geboren und wirkt sehr schulnah.
  • Das Kind ist schulpflichtig, wirkt aber körperlich oder emotional stark belastet.
  • Es bestehen deutliche Sprachprobleme oder ein noch laufender Förderprozess.
  • Die Familie ist neu nach Deutschland gezogen und kennt das System noch nicht.
  • Es gibt medizinische Besonderheiten, die den Schulalltag beeinflussen.
  • Die Eltern wünschen eine andere Schule als die zuständige Grundschule.

Die Entscheidung über den Schulstart ist nicht als Wettbewerb zu verstehen. Ein früher Beginn ist nicht automatisch besser. Ein späterer Beginn ist nicht automatisch ein Nachteil. Maßgeblich ist, ob das Kind im Unterricht, in Pausen, auf dem Schulweg und im sozialen Miteinander stabil starten kann.

Alltag nach der Aufnahme in die Grundschule

Nach der Anmeldung beginnt die eigentliche Vorbereitung. Eltern erhalten Informationen zu Material, Schulranzen, Einschulungsfeier, Betreuung, Stundenplan und Schulweg. Viele Schulen bieten Elternabende oder Kennenlerntermine an. Diese Termine sind wichtig, weil dort lokale Abläufe erklärt werden.

Der Start in die Grundschule gelingt leichter, wenn Schlaf, Frühstück, Schulweg und Nachmittagsbetreuung schon vor dem ersten Schultag geordnet sind. Kinder brauchen keine Trainingsprogramme. Sie brauchen verlässliche Routinen. Ein ruhiger Morgen hilft oft mehr als zusätzliche Arbeitsblätter.

Der Tagesablauf einer Grundschule unterscheidet sich deutlich von der Kita. Unterricht beginnt pünktlich. Materialien müssen mitgebracht werden. Pausen sind kürzer strukturiert. Hausaufgaben können dazukommen. Wer den Wechsel vorbereiten möchte, findet Orientierung im Beitrag so läuft ein Tag in der deutschen Grundschule.

Auch Freizeit und Erholung bleiben wichtig. Kinder verarbeiten den Schulstart beim Spielen, Erzählen und Ausruhen. Familien in der Region können kurze Wege nutzen, ohne den Nachmittag zu überladen. Ruhige Spaziergänge, Spielplätze und kleine Ausflüge helfen, wenn der neue Rhythmus anstrengend ist.

Schulbedarf und finanzielle Unterstützung

Schulmaterial sollte erst nach der Materialliste der Schule gekauft werden. Jede Schule setzt eigene Schwerpunkte. Das betrifft Hefte, Umschläge, Stifte, Sportkleidung und Mappen. Teure Spontankäufe führen schnell zu Dingen, die später nicht gebraucht werden.

Familien mit Anspruch auf Leistungen für Bildung und Teilhabe können Unterstützung für Schulbedarf, Ausflüge, Klassenfahrten, Lernförderung oder Schülerbeförderung erhalten. Zuständig sind je nach Leistung und Lebenslage die Stellen vor Ort. Die Bundesagentur für Arbeit, das Bundesfamilienministerium und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales informieren über die Grundsätze des Bildungspakets.

Wer Leistungen beantragen möchte, sollte nicht bis nach der Einschulung warten. Manche Nachweise brauchen Zeit. Die Schule kann bestätigen, dass ein Kind eingeschult wird oder eine bestimmte Unterstützung nötig ist. Für Lernförderung ist in der Regel eine schulische Bestätigung des Bedarfs wichtig.

Praktische Übersicht für Eltern

Die wichtigsten Fragen lassen sich in wenigen Punkten ordnen. Zuerst steht der Stichtag. Danach folgt die zuständige Schule. Anschließend kommen Anmeldung, Einschulungsuntersuchung, Förderbedarf und Alltag. Wer diese Reihenfolge einhält, verliert weniger Zeit.

Thema Regel oder Orientierung Praktischer Schritt Anlaufstelle
Stichtag In Baden-Württemberg zählt der 30. Juni Geburtsdatum mit Schuljahr abgleichen Kultusministerium Baden-Württemberg
Schulbezirk Meist entscheidet der Hauptwohnsitz Zuständige Grundschule erfragen Gemeinde oder Schule
Anmeldung Termin wird örtlich festgelegt Einladung prüfen und Unterlagen mitbringen Zuständige Grundschule
Gesundheit Einschulungsuntersuchung ist Pflicht Termin wahrnehmen und Nachweise mitnehmen Gesundheitsamt
Förderung Unterstützung soll früh beginnen Kita, Schule und Fachstellen abstimmen Schule, Kita, Gesundheitsamt
Betreuung Angebote sind örtlich verschieden Fristen für Ganztag oder Hort prüfen Schule oder Träger

Viele Familien unterschätzen die Betreuungsfrage. Unterrichtszeiten decken nicht automatisch Arbeitszeiten ab. Ganztag, Kernzeitbetreuung, Hort und Ferienbetreuung sind nicht überall gleich organisiert. Eltern sollten deshalb schon bei der Anmeldung fragen, welche Angebote es gibt und welche Fristen gelten.

Der Schulweg ist ein eigenes Thema. Er sollte mehrmals gemeinsam gegangen werden. Kinder müssen sichere Querungen kennen, Blickkontakt mit Autofahrenden üben und wissen, was bei Regen, Dunkelheit oder Verspätung zu tun ist. Radfahren zur Schule ist erst sinnvoll, wenn das Kind Weg, Verkehr und Regeln sicher beherrscht.

Die ersten Wochen nach der Einschulung zeigen oft, wo noch Anpassung nötig ist. Manche Kinder sind mittags erschöpft. Andere erzählen wenig. Wieder andere brauchen Hilfe beim Packen des Ranzens. Das ist normal. Eltern sollten ansprechbar bleiben, ohne den Schulalltag komplett zu kontrollieren.

Wenn Hausaufgaben schnell zum Streit werden, lohnt sich eine frühe, ruhige Abstimmung. Lehrkräfte können erklären, wie lange Aufgaben ungefähr dauern sollen und was zu tun ist, wenn ein Kind regelmäßig überfordert ist. Für den Familienalltag kann auch der Beitrag Hausaufgaben ohne Dauerstreit hilfreich sein.

Mini-Test: Ist die Vorbereitung auf die Grundschule vollständig?

Der Test ersetzt keine Beratung. Er zeigt nur, welche organisatorischen Punkte Eltern bereits geklärt haben.

Schlosswiesenschule in Eschelbronn als lokale Orientierung

Für Eltern in Eschelbronn hilft ein Blick auf die Lage der Schule, um Schulweg, Bringzeiten und erste Termine besser zu planen.

Quelle: Google Maps.

Die Lage der Schlosswiesenschule ist für Familien ein praktischer Anhaltspunkt, wenn sie den Schulweg vor der Einschulung gemeinsam mit dem Kind vorbereiten.

FAQ

Wann muss ein Kind in Baden-Württemberg zur Grundschule angemeldet werden?

Der genaue Termin wird örtlich festgelegt. Eltern erhalten häufig eine Einladung der zuständigen Grundschule. Wenn keine Einladung kommt, sollten sie rechtzeitig bei der Schule oder Gemeinde nachfragen.

Welche Grundschule ist für mein Kind zuständig?

In der Regel ist die Grundschule zuständig, die zum Wohnbezirk des Hauptwohnsitzes gehört. Die genaue Zuordnung kann die Gemeinde oder die Schule mitteilen.

Muss mein Kind vor der Einschulung schon lesen können?

Nein. Lesen, Schreiben und Rechnen werden in der Schule gelernt. Wichtiger sind altersgerechte Selbstständigkeit, Sprache, Konzentration, Motorik und soziales Verhalten.

Was passiert bei der Einschulungsuntersuchung?

Das Gesundheitsamt prüft vor dem Schulstart wichtige Entwicklungs- und Gesundheitsbereiche. Dazu können Sprache, Hören, Sehen, Motorik und allgemeine Entwicklung gehören.

Kann ein Kind früher eingeschult werden?

In Baden-Württemberg können Eltern bei bestimmten Kindern nach dem Stichtag die Schulpflicht durch Anmeldung an der zuständigen Grundschule auslösen. Entscheidend ist, ob der frühe Schulstart zum Entwicklungsstand passt.

Kann die Einschulung verschoben werden?

Eine Zurückstellung kann geprüft werden, wenn ein schulpflichtiges Kind voraussichtlich noch nicht erfolgreich am Unterricht teilnehmen kann. Eltern sollten dazu früh mit der Schule sprechen.