Abschied von Tebo im Heidelberger Zoo
Abschied von Tebo im Heidelberger Zoo, Pixabay/Foto illustrativ

Ein schwerer Verlust für den Heidelberger Zoo. Der 16 Jahre alte Sumatra-Tiger Tebo musste Anfang September eingeschläfert werden. Die Entscheidung fiel nach langem Ringen, da sich sein Gesundheitszustand trotz tierärztlicher Betreuung rapide verschlechtert hatte.

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Gesundheitsprobleme bei Tebo

Schon Wochen zuvor bemerkten Pfleger Veränderungen im Gangbild. Tebo humpelte, bewegte sich steif und zeigte deutliche Einschränkungen. Medikamente halfen nur kurz. Bald kamen Appetitlosigkeit, Rückzug und Abwesenheit hinzu. Eine Röntgenuntersuchung unter Narkose brachte Klarheit:

  • starke Gelenkverkalkungen in beiden Knien
  • beginnende Niereninsuffizienz

Diese Befunde machten eine Genesung unmöglich. Das Team entschied sich nach intensiver Beratung für die Einschläferung.

Worte von Klaus Wünnemann

Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann betonte, dass Tebo mit 16 Jahren ein außergewöhnlich hohes Alter für einen Sumatra-Tiger erreicht hatte. In freier Wildbahn leben diese Raubkatzen meist nur rund 12 Jahre. Tebo sei regelmäßig medizinisch kontrolliert worden. Dennoch sei der Abschied für das gesamte Team schwer gewesen.

Er unterstützte Tigerin Karis bei der Erziehung der Jungtiere, was für einen einzelgängerischen Tiger ungewöhnlich war. Seine Geduld und Aufmerksamkeit blieben vielen Mitarbeitern in Erinnerung.

Erinnerungen an Tebo

Für Besucher war er oft im Bambus zu sehen. Dort suchte er Ruhe und Entspannung. Beliebt waren Beschäftigungsangebote, vor allem duftendes Currypulver, in dem er sich gerne wälzte. In den letzten Wochen konnte jedoch auch dies seine Lebensfreude nicht mehr zurückbringen.

Tigerin Karis muss sich nun ohne ihn orientieren. Die Pfleger hoffen, dass sie künftig wieder in das Zuchtprogramm eingebunden wird, sobald ein neuer Partner gefunden ist.

Nachwuchs im Zoo Heidelberg

Abseits der Trauer gab es auch positive Entwicklungen. In mehreren Gehegen des Heidelberger Zoos wurde in den vergangenen Wochen Nachwuchs geboren. Damit bleibt der Zoo trotz des Verlusts ein Ort voller Leben und neuer Anfänge.

Quelle: HEIDELBERG24, YouTube